Besuch in Bonn - ein Privatissimum

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Ausstellungsbesuch am 26. Januarr 2016

Das war gleichsam ein Privatissimum auf Reisen – ganze elf (11) Civilisten hatten sich eingefunden zur Reise nach Bonn, um durch die Revolution in der Jungsteinzeit im Rheinischen Landesmuseum zu spazieren.

Wo war die anderen 20? Der guten Stimmung tat das keinen Abbruch, den vielen, auch ungewohnten Informationen auch nicht. Es ist eine sehr sehr ferne Zeit vor 7000 Jahren, als die Menschen sesshaft wurden und ihr Dasein vollkommen neu erfanden. Die Menschen, die im Rheinland sich den fruchtbaren Lössboden zu Nutze machten, seien aus der Wetterau eingewandert, berichtete unser Guide, warum wisse man aber nicht. Sie hätten die komplette Technik bereits mitgebracht. Dazu gehörte das technische Vermögen, 40 Meter lange Häuser zu bauen oder tiefe Brunnen abzuteufen: „Das war damals schon Hightech“.

Natürlich hat man kein solches Haus vorgefunden, aber an Hand der Pfostenverfärbungen rekonstruiert. In vielen Fällen halfen auch Analogieschlüsse zu Ethnien, die vor wenigen Jahren noch in der Steinzeit lebten. Aber oft genug musste der Guide eingestehen, „das wissen wir nicht“. Wie sich diese Menschen nannten, ist natürlich unbekannt. Die Wissenschaft hilft sich deshalb mit der Unterscheidung über die Keramik. Diese Menschen gehörten zur Linienbandkeramikkultur. Aufschlüsse vermitteln die Bestattungen, Hockerskelette, warum? Welche Vorstellungen führten dazu? Und überraschend (oder auch nicht), dass diese Menschen vor Jahrtausenden bereits Handel trieben, wie Bernsteinfunde belegen.

Es war eine Ausstellung, die eigentlich mehr Fragen aufwarf, als Antworten zu geben. Aber auf jeden Fall interessant. Wie immer hatte das Ehepaar Gabriele und Manfred Niehoff diese kleine Studienreise perfekt vorbereitet. Als dann allerdings die erwarteten Anmeldungen ausblieben, musste Manfred umorganisieren. Danke dafür!