Wunder der Natur verzauberten Civilisten

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Ausstellung im Gasometer: Besuch am 05. Juli 2016

Präsident Hans-Arnold Loos fasste den gelungenen Halbtag in dem Dank an Ehepaar Gabriele und Manfred Niehoff zusammen: Beide hätten mit Herz und Verstand wiederum eine perfekte Reise gezaubert.

Und der Zauber schlug die Civilisten im Gasometer Oberhausen wahrlich in seinen Bann – man wusste nicht, worüber man mehr staunen sollte: Über die zauberhafte Natur, wenn es ums Überleben ging, oder über die Fotografen, die mit raffiniertester Technik diesen Zauber sichtbar gemacht haben. Der Gasometer, diese „olle dunkle Tonne“, so forderten die Oberhausener bei der Stilllegung 1988 seinen Abbruch, überzeugt immer wieder mit grandiosen Ausstellungen. Diesmal standen die „Wunder der Natur“ im Fokus.

Dabei ist dieses weithin sichtbare Wahrzeichen Oberhausens selbst schon sehenswert genug: 117 Meter hoch, 68 Meter im Durchmesser, wer aufs Dach steigen will, muss 592 Stufen erklimmen, bequemer geht`s natürlich mit dem gläsernen Aufzug. In Sichtweite das Centro-Oberhausen, ein schier unübersehbares Einkaufs-Gewimmel. Muss man auch mal gesehen haben.

Die Wunder der Natur sind dokumentiert in rund 150 großformatigen Fotos, die teils durchaus irritierend wirken können, oder surrealistisch daher kommen, und Fragen aufwerfen: Ob Tiere zu Emotionen fähig sind? Einige Fotos können das suggerieren. Bei anderen geht es schlicht ums Überleben, um fressen und gefressen werden. Im Obergeschoss lädt dann die Erde zur Besichtigung ein: Auf eine 20 Meter im Durchmesser große Kugel werden Satellitenbilder projiziert – die Besucher können bequem auf der Amphitheaterbühne das Schauspiel genießen und raten, welcher Erdteil oder welche Landschaft jetzt zum Vorschein kommt. Man hätte Stunden zuschauen mögen.                                                   E. O.