Wie schön, dass wir uns wiedersehen

Drucken PDF
Neujahrstreffen des CC am 06. Januar 2017

Das Neue Jahr festlich zu begrüßen, das ist Tradition im Civilclub. Im Festsaal des Zwei-Löwen-Klubs stand noch der saal-hohe lichterstrahlende Tannenbaum und beleuchtete die abendlich gekleideten Damen und Herren des Civilclubs, die – so formulierte Prof. Hans-Günther Goetze – „alle einer Meinung sind: Wie schön, dass wir uns wiedersehen!“

Präsident Hans-Arnold Loos begrüßte Mitglieder und ihre Gäste und stellte das Programm des Abends vor: Festliches Essen, Musik und Jahresrückblick 2016. Ein künstlerisch gestaltetes Programmblatt (Dr. Jochen Hubrich) lag auf allen Tischen aus und wurde eifrig zur Orientierung genutzt. Für die Musikdarbietungen konnten vier Schülerinnen und ein Schüler der Westfälischen Schule für Musik in Münster gewonnen werden.

Johann Sebastian Bach (Präludium und Fuge Cis-Moll aus Wohltemperiertes Klavier), Frederic Chopin (Polonaise As-Dur op. 61) und Grazyna Bacewicz (Etüde) wählte Joanna Sielicka für das Klavier aus. Präsident Loos war wie die Zuhörer begeistert: „Eine solche Pianistin sollte man hier festhalten“; er zeigte sich überzeugt, dass man die junge Künstlerin bald in ganz anderen Konzertsälen würde hören können.Das Geigenquartett mit Clara-LilianeYi-Huey Tan, Maria Magdalena Schipp, Paul Kuljs Biosca und Ngan-HaStella Le spielte virtuos Georg Philipp Telemann (Cocerto G-Dur), Berthold Hummel (Divertimento op. 36) und Charles Dancla (Variationen über „Ah! Vous dirai-je, Maman“, op. 161). Die vier Musikschüler (13 – 16 Jahre alt) haben sich im Oktober 2016 als Geigenquartett zusammengefunden und werden sich, unter der Leitung ihres Lehrers Tor-Song Tan, im Frühjahr am Wettbewerb von „Jugend musiziert“ beteiligen. Was wir von ihnen gehört haben, lässt uns sicher sein, dass sie einen der oberen Plätze belegen werden.

Der gereimte Jahresrückblick von PEK
Dem alten Jahr seine Reverenz zu erweisen, zurückzublicken auf schöne, aber auch traurige Ereignisse, bietet die Gelegenheit, die Gemeinschaft zu stärken, den inneren Zusammenhalt neu zu motivieren. Für den Civilclub war das Jahr 2016 wieder ein Jahr voll großer Ereignisse, ein Jahr voll wichtiger Entscheidungen. Jede Erzählung hat Mühe, diese Vielfalt in einen plausiblen Rahmen zu bringen. Dieser Mammutaufgabe widmeten sich Dr. Paul Ernst Köhling mit einem Bericht in Versform, (nicht, wie der Präsident wähnte, das erste Mal in diesem Format, denn wir erinnern uns z.B. gern an die Gedichte zur Jahreswende von Peter Riegelmeyer) und Alexander Malwitz mit den passenden Fotos.

Schon die ersten Zeilen verrieten, wes Geistes Kind der Verfasser ist. Er zeichnete einen Bogen voller Anspielungen und Rückverweise von der Gründungszeit des Clubs hin zu den aktuellen Bedingungen unseres Clublebens. Die Civilisten stehen für einen individualistischen Blick auf die Herausforderungen der Zeit. Wie die rege Teilnahme an den Veranstaltungen zeigt, durchdenken sie die religiösen und geisteswissenschaftlichen Zusammenhänge, widmen sich Fragen z.B. der Umwelt oder der Ernährung und suchen die Diskussion mit Vertretern der Stadt und anderer Organisationen. Der informative Rückblick ging auf die interessanten Themen beim Damenkaffee ebenso ein wie auf die Vorträge an den Abenden im großen Saal des Zwei-Löwen-Klubs. Nicht unerwähnt blieb natürlich der Präsidentenwechsel: Der Alt-Präsident Erhard Obermeyer hatte sich hohe Ziele gesetzt. Diese durchzuhalten, war eine Konditions- und Konzentrationsleistung, für die ihm allgemein Achtung und Respekt gezollt wird. Hans-Arnold Loos, der neue Präsident, frisch im Amt, geht mit Elan an die Planung, präsentiert seine Vorschläge und führt den Verein mit Umsicht. Die vielen Helfer im Hintergrund, die während des Nikolausabends geehrt wurden, bezeichnete der Chronist als „Diamanten des Clubs“. Wenn man danach geht, haben wir einen reichen Club, dem an diesem Abend zwei weitere Diamanten hinzugefügt wurden: den mit leisem Humor berichtenden und hintersinnig kommentierenden Dichter Dr. Köhling und den mit künstlerischer Hand die Fotos zusammenstellenden Bildreporter Malwitz. Alexander Malwitz ließ vor allem noch einmal die vielen Reisen, Ausflüge und Museumsbesuche Revue passieren, die so viele schöne Erinnerungen weckten.

Präsident Loos dankte den beiden Hauptakteuren und wünschte sich fürs nächste Jahr ein ‚da capo‘. Zum Jahreswechsel 2017 ist es nicht leicht, hoffnungsfroh in die Zukunft zu schauen. Bei der Verabschiedung der Festgäste drängte der Präsident jedoch darauf, Zuversicht und Hoffnung auf ein gelingendes Jahr 2017 nicht aufzugeben.  Ingrid Eckardt