Neujahrsempfang 2018 - Pflege der Geselligkeit

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Neujahrsempfang 2018 am 9. Januar 2018

Mehr als 120 Civilisten fanden den Neujahrsempfang des Civilclubs so wichtig, dass sie sich in feinem Outfit im Zwei-Löwen-Klub einfanden, um das Neue Jahr zu begrüßen und sich gegenseitig ein gutes gelingendes Jahr 2018 zu wünschen.

Der Festlichkeit des Abends trug die Gastronomie des Zwei-Löwen-Klubs Rechnung mit dem wieder strahlenden großen Weihnachtsbaum, den eleganten Kerzenleuchtern und einer ganz in Weiß gehaltenen Dekoration der Tische und Stühle.
In seiner Begrüßung führte Präsident Hans-Arnold Loos den Musiker des Abends ein: Herbert Albers, Freund des Präsidenten aus Arnsberger Tagen. Herbert Albers war wie Hans Arnold Loos schulfachlicher Dezernent der Bezirksregierung Arnsberg und insbesondere zuständig für die Besetzung der Gymnasien mit Musiklehrern, für die Einhaltung eines hohen Niveaus des Musikunterrichts und die Beförderung von Chor und Orchester in Gymnasien.

Ausgebildet an der Musikhochschule Köln, frönt er seiner Musikliebe in Veranstaltungen mit Freunden und in Hauskonzerten. Zuhause spielt er auf einem Steinway, und da war es für Herrn Albers ein herber Schlag, als er mit dem Klang des Flügels des Zwei-Löwen-Klubs konfrontiert wurde. In der Tat klang Mozarts 1. Satz aus der Klaviersonate C-Dur, KV 330, etwas scheppernd, so bravourös er auch gespielt wurde. Hans-Arnold Loos kündigte an, sich der Sache des Flügels anzunehmen, schließlich liebt der Civilclub Musikalisches bei seinen Veranstaltungen.

Nach dem Genuss der Mozartsonate widmeten sich die Civilisten den Menus der Küche: Roastbeef oder vegetarischer Kürbis-Feta-Strudel, beides sehr lecker – der Vergleich mit dem Nikolaus-Essen im Mühlenhof drängte sich auf! – und dank einer Subvention aus der CC-Kasse folgte ein köstlicher Nachtisch. Die Bedienung von 120 Gästen und zwei Gängen dauerte natürlich etwas länger als sonst, so dass der Präsident sich Sorgen machte, die Zeit zu überziehen, aber die Gäste genossen die entspannte Atmosphäre an den Tischen und die Möglichkeit, einmal etwas längere Gespräche führen zu können.

Auf dem von Hans Joachim Hubrich wieder sehr schön gestalteten Programmzettel waren dann zwei Stücke von Franz Schubert angekündigt, aber aus Zeitmangel spielte Herr Albers nur virtuos das Impromptu AS-Dur. Erwähnt werden muss in diesem Zusammenhang, dass Johannes Krause-Isermann hervorragend den Chef-Umblätterer gab.

Zum Neujahrstreffen des Civilclubs gehört der Rückblick auf das vorherige Jahr. Wir hatten ja schon über Weihnachten das Vergnügen, den von Dr. Paul-Ernst Köhling auch dieses Jahr gedichteten „humorvoll-tiefgründigen“ (Loos) Text dazu zu lesen. Nun lieferte Alexander Malwitz die gut ausgesuchten Fotos. Wenn man die Bilder Revue passieren lässt, kann man nur staunen, was alles im Rahmen des Civilclubs getan wurde: Mehr als 35 Veranstaltungen hat Alexander Malwitz gezählt, 14 Abendveranstaltungen, 11 Reisen und 10 Damennachmittage. Besonders das Sommerfest hat es ihm angetan, die Parade der Hüte tragenden Damen bezeichnete er als „Charme-Offensive“. Nicht unerwähnt ließ er die von verschiedenen Mitgliedern durchgeführten besonderen Ereignisse: Die Besuche des Vorstands bei Geburtstagen und an Krankenbetten, die Digitalisierung des Protokollbuchs, die Teilnahme am Bürgerbrunch, die vielen von dem Ehepaar Niehoff organisierten Museums- und Konzertbesuche.

In seiner Rede nach der von Herbert Albers gespielten Humoreske h-moll von Max Reger dankte Hans Arnold Loos dem Dichter Köhling und dem Foto-Moderator Malwitz. Wie man sehen konnte, war 2017 „ein anregendes und belebendes Jahr, auf das wir mit Freude zurückblicken“.

Aber wichtig für unser Vereinsleben ist eben der Ausblick auf 2018. Die Pflege der Geselligkeit bleibt ein Hauptthema, aber es reicht nicht, sich im Club zurückzulehnen und ein paar Fleißige machen zu lassen. Der Präsident forderte die Civilisten auf, einer wachen Neugier untereinander nachzugehen, um einen vielleicht nicht gehobenen Schatz an Begabungen zu entdecken und für den Civilclub zu nutzen. Vielfältige, aktuelle Themen müssen angeregt, Vortragende und Experten gefunden werden. Die Entwicklung des Clubs hängt seiner Meinung nach vom Engagement der Mitglieder ab. Das zeige sich auch an der Repräsentanz der Mitglieder bei der Generalversammlung (25.1.!).
Zum Abschluss des Neujahrstreffens spielte Herbert Albers eine Filmmusik von Richard Addinsell aus dem 1941 gedrehten Film „Dangerous Moonlight“. Man hatte den Eindruck, dass das blechern klingende Klavier mit den im Krieg spielenden Melodien besser fertig wurde.

Der Präsident dankte den Akteuren mit kleinen Geschenken.           Ingrid Eckardt