Gartenfahrt mit Tipps und Infos

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Gartenfahrt mit Dr. Seick am 29. Mai 2018

„In den Garten schauen, ist wie ein Blick ins Herz“: Dr. Carsten Seick ist nicht nur Gartenkenner, sondern auch Gartenfreund, er schmückt seine Informationen mit viel Poesie und Liebe.

So wurde am 29. Mai die Fahrt zu drei Privatgärten im „Kulturschatz Artland“ zu einer Traumreise, deren Ende einer Vertreibung aus dem Paradies gleichkam. Wobei für uns Civilisten schon der Begriff Artland wie eine Nachricht aus einer unbekannten Welt wirkte, die Region liegt nördlich von Osnabrück mit Badbergen als Mittelpunkt. Die Fahrt dorthin wurde schon zum abwechslungsreichen Info-Tripp, mit Hinweis auf Bad Iburg mit seiner Landesgartenschau und dann zu Osnabrück, „eine wunderschöne Stadt, für die ich gern Werbung mache.“

Und dann kam der erste Garten, mit bescheidenen 1200 Quadratmetern gegenüber den folgenden eher ein Kleingarten, aber intensiv voll gestopft mit Pflanzen und Blumen, alle nach Farben geordnet, nie gehörte Exoten darunter wie Mönchspfeffer, dessen Früchte helfen sollten, unerwünschte Sexualität zu unterdrücken. Die Frage drängte sich auf: Wie schafft der Eigentümer das alles? Noch viel mehr beim nächsten Privatgarten, der es schon auf stattliche 7000 Quadratmeter brachte, und erst beim dritten mit 15 000 Quadratmetern, das war eigentlich schon eher ein Park, eingestreut mit Sitzecken hier und da, kleinen Pavillons, die uns zum Verweilen einluden. Das Gartenhaus war zumeist ein ehemaliges Heuerlingshaus, das zu einem großen Hof gehört hatte und dessen Bewohner die eigentliche Arbeit auf dem Hof verrichten mussten: „Der Bauer hatte keine Ahnung.“

Gastfreundschaft mit kühlen Getränken unter schattigen Bäumen wurde groß geschrieben, mittags gab es eine deftige Suppe in einem Heuhotel. Carsten Seick beherrscht die Orga­nisation perfekt.
Schon das Aufsuchen der abseits gelegenen Zielen wurde zum Abenteuer, die Sträßchen und Wege wurden immer schmaler, und so manches Mal schwebten die vordersten Businsassen über einem Grabenabgrund. Aber keine Bange, der Fahrer schafft das. Und zwischendurch immer wieder eine Vorlage für Dr. Seick, beispielsweise unter Linden – „sub tilia“ auf Latein, und da früher unter ihnen auch Gericht gehalten wurde, mussten die Beteiligten schon subtil vorgehen.

So ging denn eine Erlebnisreise zu Ende, „abseits der Neckermann-Schneisen“, die von Carsten Seick mit einem Schnäpschen bekrönt wurde. Manfred Niehoff, der dieses CC-Ereignis wiederum gekonnt eingefädelt hatte, dankte im Namen aller Civilisten. Wieder­holung im nächsten Jahr garantiert.                              E. O.