"Giftpflanzen in Natur und Garten"

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Vortrag von Herrn Pesch am 12.März 2019

Mit dem Apotheker i. R. Arnold Pesch sprach ein ausgewiesener Kenner der Botanik im Kulturcafé.

Anhand vieler schöner Fotos führte uns der Referent in die uns umgebende, vertraute Natur. Dabei ergab sich zu unserem höchsten Erstaunen, dass Vertrautheit keineswegs identisch mit Harmlosigkeit ist und dass ästhetische Schönheit und Gefährlichkeit durchaus zueinander passen.

Die von Arnold Pesch ausgesuchten Pflanzen, deren Aussehen und Namen jeder kennt, waren alle giftig. Dabei unterschied der Referent drei Gefährlichkeitsstufen: „giftig“, „stark giftig“ sowie „sehr stark giftig“. Darüber hinaus wurde deutlich, dass sich die Gefährlichkeit von Pflanzen auch nach der Art des Kontakts mit ihnen richtet. So gibt es Gewächse, die ihr Gift erst nach dem Verzehr im menschlichen oder tierischen Verdauungstrakt entfalten, andere wiederum schon beim Kontakt mit der menschlichen Haut.

Dass besonders leicht Kinder durch Giftpflanzen gefährdet werden können, leuchtete jedem ein. Deshalb gab der Referent aus seiner Berufserfahrung Hinweise für das Verhalten mit Kindern in Gefahrensituationen.
Abschließend sollen einige der vielen von Arnold Pesch besprochenen Pflanzen der Anschaulichkeit wegen konkret genannt werden:
Von den Pilzen: der Fliegenpilz und der Knollenblätterpilz sowie das Mutterkorn;
Von den Kreuzblütlern: der Goldlack und der Kirschlorbeer;
Von den Schmetterlingsblütlern: der Besenginster, der Goldregen sowie die Robinie;
Von den Wolfsmilchgewächsen: der Ricinus, der Faulbaum sowie der Weihnachts­stern;
Von den Nachtschattengewächsen: die Tollkirsche, der Stechapfel, die Engelstrompete und die Kartoffel, wenn ihre grünen Beeren verzehrt würden.
Die Giftigkeit des Maiglöckchens (Spargelgewächs) war für niemanden eine Überraschung. Sehr erstaunt aber waren alle Zuhörer, als sie erfuhren, dass die vertrauten Blumen Amaryllis und Narzisse, beide aus der Familie der Amaryllisgewächse, ebenfalls zu den giftigen Pflanzen gehören.

Die vielen Fragen, die sich an den Vortrag von Arnold Pesch anschlossen, spiegelten das Iebhafte Interesse der Zuhörer an den sehr informativen Ausführungen des Referenten wider, die ihm mit reichem Beifall dankten.                      Renate Loos