Wie aus einem störrischen ein liebevoller Esel wurde

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Weihnachtslegenden beim Damenkaffee des CC am 14.12.2010

Regine Andres rezitierte beim Damenkaffee Weihnachtslegenden von Karl Heinrich Waggerl
„Gottlob für einen winzigen Funken Licht in der schrecklichen Finsternis“. So hat der österreichische Dichter Karl Heinrich Waggerl (1997-1973) einmal die Vorweihnachtszeit beschrieben. Waggerls Weihnachtsgeschichten sind äußerst populär geblieben und wurden außer von dem Dichter selbst  auch unter anderem von Heinz Rühmann, Hans-Joachim Kulenkampff und Josef Meinrad vorgetragen. Seine weithin bekannten  sechs Weihnachtslegenden aus dem Büchlein „Es begab sich…“ standen im Mittelpunkt des vorweihnachtlichen Damenkaffees  am 14.Dezember und wurden  vor einem reich besetzten Auditorium von der Rezitatorin  Regine Andres vorgelesen.  Diese kleinen anrührenden Erzählungen  sind außerhalb Österreichs noch weitaus bekannter als ihr Autor. Sie gelten als Meisterwerke ihres Genres und gehören längst zur klassischen Weihnachtsliteratur.

Ob es sich um den kleinen Floh im Ohr des Jesuskindes, den erst störrischen und dann doch so liebevollen Esel während der Flucht in Ägypten oder um das Wunder handelte, welches König Melchior erlebte, als der dem Christkind seine Aufwartung machte  - Regine Andres verstand es mit ihrem Vortrag,  die Zuhörerinnen in die Zauberwelt  der Weihnachtslegenden zu entführen, welche das deutsche Christfest so unverwechselbar machen. Die Rezitation war eine gelungene und besinnliche Einstimmung auf die kommenden Festtage, für die das Publikum lebhaften Beifall zollte.

Damit nicht genug. Ilse-Marie und Karl Otto  Münch  hatten ihre hoch musikalischen „Patenenkelkinder“ Alexandria und Valeria mitgebracht, die auf ihren Viertelgeigen ernst und konzentriert zum Entzücken des Publikums Weihnachtslieder sauber intoniert und rhythmisch anspruchsvoll vortrugen. Da waren auch die Zuhörerinnen nicht mehr zu halten, stimmten mit Gesang ein und bedachten die kleinen Geigerinnen mit riesigem Beifall.

Den letzten Damenkaffee in diesem Jahr nahm Ilse-Marie Münch zum Anlass, den stillen Helfern und Mitorganisatoren dieser  monatlichen Veranstaltungen mit einem Blumenstrauß für ihre  Tätigkeit im abgelaufenen Jahr (und nicht nur dafür) zu danken. Doris Stern,  Ursula Gieselmann, Ilse Weßling und Hanna Steffens  versorgen die  Runde zuverlässig mit Kaffe, Tee und Kuchen,  decken und dekorieren die Tische, rücken Stühle und sorgen so unter anderem für den  reibungslosen Ablauf der  Treffen.  Einen Blumenstrauß gab es auch für Edith Seifert, die kürzlich im Rathaus durch  Oberbürgermeister Markus Leve mit der Münsternadel  für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit ausgezeichnet worden war.