Die Damen als "go-go-girls" (?)

Drucken PDF
Vortrag beim Damenkaffee am 08.02.2011

Die erste Überraschung beim Damenkaffee mit Frau Dr. Grote Reith war ihre Aussage, dass man im Alter gar nicht so dünn sein sollte. Die Muskeln lassen nach, die Gefahr des Hinfallens wird größer, und wenn auf ihre Station dünne Patienten gelegt würden, dann bekämen sie abends als erstes einen Teller Suppe mehr. Frau Freitag ist zu danken, dass auf Ihre Empfehlung Frau Dr. Grote Reith vom Evangelischen Krankenhaus in Münster zum Damenkaffee eingeladen wurde.

Die Ankündigung ihres Vortrages war so spannend, dass sich so viele Damen wie noch nie angemeldet hatten. Aber ich kann gleich ein Kompliment von Frau Dr. Grote Reith auf diesem Wege weitergeben: Sie sagte, wir seien eine so nette und neugierige Gruppe gewesen, es habe ihr großen Spaß gemacht, mit uns zusammen gewesen zu sein. Und auch im Alter, so empfahl sie, sollte man nicht aufhören, neugierig zu sein. Sie sprach von den „go-go-girls, go-girls und no-go-girls“, und wir Damen des Civilclubs machten auf sie den Eindruck der „go-go-girls“.

Nun aber zum Essen, denn der Titel des Vortrags hieß ja „eine Frau ist, was sie isst“ Und heraus kam eine ganz einfache Rechnung, die wir möglicherweise schon alle kennen: Gemüse der Saison und nochmals Gemüse, und zwar Gemüse auf dem Markt oder in einem Lebensmittelladen gekauft. Auf keinen Fall empfahl sie Gemüse aus der Dose zu nehmen oder solches, das man im Supermarkt angebrochen, aber in Frischhaltefolie eingewickelt liegen sieht. Von diesen Folien oder auch Plastik-Flaschen mit Wasser oder Mineralwasser hielt sie gar nichts. Und genau so sei es mit dem Obst - keine Ananasstücke in Klarsichtfolie: diese Folien enthielten chemische Stoffe, die von dem eingewickelten Obst oder Gemüse angenommen würden.

An apple a day keeps the doctor away: Von dieser Aussage hält sie viel. Und bitte schön: den Apfel mit Schale essen, und ebenso, wer es denn kann, die gekochte Kartoffel ebenso mit Schale essen, denn unter der Schale säßen die meisten Vitamine.

Menge und Auswahl unserer Ernährung spielten eine große Rolle Und einen Mittagsschlaf empfiehlt sie auch. Während meiner Zeit im internationalen Umfeld sprach man „vom Schönheitsschlaf“. Gerade im zunehmenden Alter nähmen Muskelkraft, Gleichgewicht und Reaktionsfähigkeit ab. Frau Dr. Grote Reith machte deshalb spontan mit uns leichte Übungen, die jeder zu Hause machen kann oder z.B. bei rotem Ampellicht auf der Stelle gehen, außerdem empfahl sie viel, viel frische Luft.

Ein herzliches Dankeschön für eine liebenswerte junge Ärztin beschloss den Nachmittag.                                                                                                                             
I. M. M.