Die "Neuen" - angekommen im Civilclub

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Die Neu-Mitglieder wurden zu einem Willkommens-Treff eingeladen

Das war eine Premiere in der neueren Geschichte des Civilclubs, dass die Neu-Mitglieder zu einem Willkommens- oder Kennenlern-Treff eingeladen worden waren.

Ganz vornehm ausgedrückt, war es ein „come together“, wie andere Clubs dazu sagen. Mit der Premiere stimmt es auch nicht so ganz, denn Helmut Folkerts hatte schon einmal die Neuen zu einer Matinee eingeladen, das muss aber lange vor meiner Zeit gewesen sein. Der Anlass war eben, dass der Club mit Datum 1. Januar 2016 sieben neue Mitglieder aufgenommen hat.

Bei Sekt und Selters gab es kein Programm für diesen Treff, auf dem sich die Neuen auch vorstellten. Und was die dabei zu bieten hatten, war schon beeindruckend. Wolfgang Barz ist emeritierter Ordinarius für Biochemie. Klaus Ott war Professor an der Zahnklinik, auf Zahnerhaltung und Amalgan spezialisiert – „es gibt keine Beweise dafür, dass sich diese Füllungen negativ auswirken“. Seine Frau Dr. Manuela ist Kieferorthopädin und hat bundesweit Praxisvertretungen gemacht. Traude Eilentrop war Lehrerin und hat zuletzt an der Bundeswehrfachschule in Coerde unterrichtet. Arnold Pesch, Apotheker mit langjährigem Einsatz in Horstmar und Mitgliedschaft in diversen lokalen Vereinen, hat in Münster noch bei dem legendären Fettforscher Kaufmann studiert. Karin Iserloh hat als diplomierte Oecotrophologin Krankenkassen beraten. Und schließlich die Eheleute Dr. Ilona und Dr. Rolf Wisdorf aus Warendorf, beide Mediziner, er war Chefarzt für Anästhesiologie, sie HNO-Ärztin. Interessant bei ihm, dass er Anfang der 70er Jahre Assistent bei Professor Lawin am Uni-Klinikum war, der das Fach Anästhesiologie und Intensivmedizin für die Eröffnung des Zentral­klinikum aufbaute.

Überraschend – oder auch nicht, dass bis auf Ilona Brokinkel-Wisdorf alle Neuen nicht in Münster geboren wurden, ihre Geburtsorte sind über die ganze Bundes­republik verteilt. Später hat dann die lebenswerteste Stadt der Welt ihre Anzie­hungskraft erwiesen. Oder wie der Präsident anmerkte: Die Wahl-Münsteraner sind die besseren, die übrigens in Münster die Mehrheit haben.

Der Präsident hat bei diesem Treffen ein wenig in die Geschichte des Clubs geblickt, die Zeit und die Umstände der Gründung vor 240 Jahren könne man sich heute nicht vergegenwärtigen. Weshalb der Vorstand eine wissenschaftliche Studie in Auftrag gegeben hat mit dem Ziel, den Club historisch zu verorten. Ergebnis offen.        E.O.