Erhard Obermeyer ist jetzt Ehrenmitglied

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Erhard Obermeyer - Ehrenmitglied und Geburtstagskind am 11. April 2019

Erhard Obermeyer ist jetzt Ehrenmitglied
EIN BESONDERES GESCHENK hat der Vorstand unserem Clubmitglied Erhard Obermeyer zum 80. Geburtstag gemacht: die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft. Auf diese Weise würdigen wir den herausragenden Einsatz des Jubilars für den Civilclub.

Schon seit 17 Jahren arbeitet er im Vorstand mit, davon sechs Jahre lang als Präsident (2010 – 2016). Zuvor war er Schriftführer, jetzt ist er Archivar, aber diese dürren Bezeichnungen sagen viel zu wenig. Erhard Obermeyer war und ist Impulsgeber, Inspirator, Koordinator, Netzwerker, Brückenbauer, Moderator, Reiseleiter, Berater seines Civilclubs – und auch mal liebevoller Kritiker. Wenn man unseren Club mit einem Schiff vergleicht, könnte man sagen: Erhard Obermeyer ist mal Kapitän, mal Erster Offizier, mal Steuermann, mal Lotse, mal Steward, mal Maschinist – und oftmals auch ganz schlichter Matrose, der sich für die einfachen Arbeiten unter Deck nicht zu schade ist.

Als ich in der Laudatio diesen maritimen Vergleich brachte, warf der so Geehrte den Zwischenruf ein: „Traumschiff!“ Und in seiner Antwortrede bekannte unser neues Ehrenmitglied, das Engagement für den CC bedeute ihm niemals Last, sondern pure Lust – vielleicht ist das ein Grund, weshalb Erhard Obermeyer unseren Club gern auch als „Jungbrunnen“ bezeichnet. Für ihn persönlich trifft das offenbar zu, denn sein Lebensalter sieht man ihm wahrlich nicht an. Möge er noch viele Jahre so fit und präsent unser Clubleben mitgestalten!

 

Johannes Krause-Isermann

 

Ein bemerkenswerter Mann und sein Geburtstag
Zu einem fröhlichen Empfang aus Anlass seines 80. Geburtstages hatte Erhard Obermeyer in den Bakenhof eingeladen. Viele Freunde und Weggefährten aus den mannigfachen Kontaktfeldern seines vielfältigen Lebens folgten der Einladung, um ihn entsprechend zu würdigen und ihm zu gratulieren. Erhard Obermeyer begrüßte die Gäste und gab einen kurzen Rückblick auf seinen Lebensweg. Als geborener Ostwestfale sollte er zunächst der Familientradition entsprechend Lehrer werden. Ein Volontariat bei den Westfälischen Nachrichten während seines Studiums in Münster überzeugte ihn aber schnell von den Chancen und Möglichkeiten des Journalismus. Bald war er Redakteur der Lokalredaktion, stieg dann zum stellvertretenden Redaktionsleiter auf und wurde 1984 Leiter der Stadtredaktion Münster. In diesen Positionen baute er seine Kontakte zu vielen gesellschaftlichen Schichten der Stadt und ihren Institutionen auf. Immer war es ihm wichtig, für die Belange der Stadt einzutreten und gemeinnütziges Engagement in vielen Vereinigungen oder Aktivitäten zu zeigen. Sein Engagement für die Stadt ging so weit, dass er auf die Frage seines Traumberufes antwortete: „Oberbürgermeister“.
Frau Beate Vilhjalmsson, Bürgermeisterin der Stadt, überbrachte die guten Wünsche der Stadt Münster, die viel vom Wirken von Erhard Obermeyer profitiert hat. Sie erinnerte an die frühen Kontakte zu ihm noch zu Zeiten des Wettbewerbs der beiden Zeitungen. Großer Dank ist Erhard Obermeyer zu sagen für seine vielen Bücher über die Stadt, seine immer hoch interessanten Buchbesprechungen, seine aktive Mitwirkung beim Förderverein Münster-Lublin e.V. und natürlich sein Eintreten und seine Förderung des Civilclubs, der ältesten gesellschaftlichen Vereinigung der Stadt.
Der Chefredakteur der Westfälischen Nachrichten, Dr. Norbert Tiemann, übermittelte die besten Wünsche der Redaktion der Westfälischen Nachrichten, die mit vielen Mitgliedern der Einladung gefolgt waren. Er erinnerte daran, dass er als junger Mann zunächst das journalistische Handwerk auch bei Erhard Obermeyer gelernt hatte. Überzeugend waren für ihn auch später als Chefredakteur die Kompetenz, die Leidenschaft und die Sorgfalt, mit der Erhard Obermeyer seine Tätigkeit ausübte, und natürlich die spürbare Liebe zur Stadt und ihren Bürgern. Als äußeres Zeichen der Wertschätzung übergab Dr. Tiemann den Sonderdruck einer WN-Seite, die ganz dem Wirken des Jubilars gewidmet war.
Für den Civilclub, der mit vielen Mitgliedern der Einladung gefolgt war, lobte der Präsident Johannes Krause-Isermann das große Engagement von Erhard Obermeyer in jeder Beziehung. Als Journalist mit Leib und Seele stieß er bei seinen Aktivitäten schon früh auf den Civilclub, dem er dann vor jetzt 18 Jahren als Mitglied beitrat. Der regelmäßig erscheinende Rundbrief trägt seinen Stempel – kein Wunder, die meisten Artikel tragen als Markenzeichen sein Kürzel EO.
Im Weiteren erinnerte Pfarrer Jürgen Hülsmann an die mit Erhard Obermeyer in Coerde verbrachte Zeit. Der Aufbau der Gemeinde in Coerde vom Nullpunkt an war eine schwierige und ereignisreiche Zeit. Erhard Obermeyer war für ihn eine verlässliche Stütze beim Aufbau der Kirche und der Gemeinde mit vielfältigen neuen Räumlichkeiten und Verfahrensweisen. Ebenso war es bei der Führung der Christlich-Jüdischen Gesellschaft e.V. sowie den Vereinigungen rund um das Thema des lokalen Radios. Dafür gebührt ihm Dank und Anerkennung.
Die Teilnehmer an diesem Empfang genossen die Zeit dieser Zusammenkunft. Informative Gespräche zwischen den einzelnen Gruppierungen und viele Erinner­ungen rund um das Geburtstagskind Erhard Obermeyer ließen die Zeit kurzweilig und informativ sein. Ein runder Geburtstag in jedem Sinne.                A. M.

Würdigten das „Geburtstagskind“: v.l. Präsident Johannes Krause-Isermann, Bürgermeisterin Beate Vilhjalmsson, Erhard Obermeyer, WN-Chefredakteur Dr. Norbert Tiemann