Der Cicilclub hat eine neue präsidiale Spitze

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Die Generalversammlung des Civilclubs am 25.01.2018

Von Harmonie und Empathie getragen war die Hauptversammlung des Civilclubs, auf der am 25. Januar eine neue präsidiale Spitze gewählt wurde. Zum neuen Präsidenten wurde der protestantische Pfarrer Johannes Krause-Isermann bestimmt, seit zwei Jahren Vize­präsident des Clubs, neuer Vizepräsident wurde Ludger (Lutz) Albacht, Interims­manager. Die Wahlen hatten ein einstimmiges Ergebnis, bei jeweils Enthaltung der Betroffenen, und unter großem Applaus. Die Amtsübergabe er­folgt am 13. Juni mit Ober­bürgermeister Mar­kus Lewe als Ehrengast, der ja seit Anfang diesen Jah­res auch als Präsi­dent dem Deutschen Städtetag vorsteht. Die Feierstunde verspricht Charakter, Witz und Ni­veau, sie wird zudem mit Klaviermusik durch Pro­fessor Clemens Rave umrahmt. Diese Wahl hatte sich ergeben, weil der amtierende Prä­si­dent Hans-Arnold Loos in Übereinstimmung mit der Satzung des Clubs nicht erneut kan­didierte: „Das war für mich mit meinem Amtsantritt schon klar, dass ich keine zweite Amtszeit übernehmen wollte.“ Um damit auch Bahn zu schaffen für neue Ideen und neue Vorstellungen. Die Mitglieder dankten ihm den Einsatz mit Applaus, die entsprechende Würdigung bleibt dem Amts­wechsel vorbehalten.             E. O.

 

Der künftige und der amtierende Präsident:
Johannes Krause-Isermann und Hans-Arnold Loos

Wahlen zum kompletten Vorstand
Laut Satzung des Clubs mussten auch die anderen Positionen des Vorstandes neu besetzt bzw. wieder besetzt werden durch die Teilnehmer der Generalversammlung. Es war ein großartiger Vertrauensbeweis für die ehrenamtlich Aktiven. In der Reihenfolge des Vorstandes:
Schriftführer Wolfgang Hack, Schatzmeisterin Ilse Malwitz, Archivar Erhard Obermeyer, Hausverwalter Alexander Malwitz. Dazu Präsident Loos: „Hausverwalter ist eine völlig falsche Bezeichnung angesichts der Vielschichtigkeit deiner Aufgaben.“ Fünf Beisitzer gehören zum Vorstand: Manfred Niehoff, Rosemarie Nolle, Josef Schliemann, Rosemarie Schulze als Vertreterin des Damenkaffees wurde neu gewählt, Professor Dr. Rudolf Ullrich in Abwesenheit gewählt, er hat inzwischen die Wahl angenommen.
Um bei den Wahlen zu bleiben: Zu Kassenprüfern wurden Max-Joachim Gutermuth und Eckhard Rieck gewählt.

Der Vorstand im Bild: v. li. Manfred Niehoff, Ludger Albacht, Hans-Arnold Loos, Josef Schliemann, Rosemarie Schulze, Rosemarie Nolle, Ilse Malwitz, Johannes Krause-Isermann, Wolfgang Hack, Alexander Malwitz, Erhard Obermeyer. Nicht im Bild Professor Ullrich.

„Wir fühlen uns von Ihnen wertgeschätzt“
Als wenn die Kirchengemeinde gewusst hätte, dass ein Theologe die Präsidentschaft im Civilclub übernimmt: Die Glocken der nahen Antoniuskirche läuteten, als Johannes Krause-Isermann im Foyer die Gäste begrüßte. Einer hatte denn auch die Bemerkung parat „von Hochwürden zu Ehrwürden“. Pünktlich um 17.30 Uhr fuhr Oberbürgermeister Markus Lewe am Gebäude des Zwei-Löwen-Klubs vor – auf dem Fahrrad. Im Festsaal wurde er von 120 Mitgliedern des Civilclubs mit Applaus empfangen: „Wir fühlen uns von Ihnen wertgeschätzt“, begrüßte Präsident Krause-Isermann den Ehrengast, der nun zum dritten Mal den Amtswechsel krönte.
OB Lewe, der ja auch Präsident des Deutschen Städtetages ist, überbrachte die Wünsche von 311 417 Münsteranern und wies dezent daraufhin, dass er am selben Abend noch einen weiteren Termin habe: „Ich gehe ins Theater“, und hatte die Lacher auf seiner Seite, denn jeder hatte die Kritik des Generalintendanten an der Stadtspitze gelesen. Der OB als Vorsitzender des Sparkassenverwaltungsrates war Gast bei einem Preview des „Sturms“ im Borchert-Theater. Er lobte den monatlichen Rundbrief des Civilclubs, den er mit großem Gewinn lese. Und er würdigte den neuen Vorstand des CC, denn immerhin sei ein münsterscher Stadtteil im Namen vertreten – „Albacht“.
In einer groß angelegten Rede entwickelte er den Zukunftsprozess der Stadt „20 – 30 – 50“, mit dem Münster fit gemacht werden solle für die Zukunft: Die Kostbarkeit des Stadtraums für den Menschen erhalten. Dem Civilclub wies er bei diesem Zukunftsprozess eine wichtige Rolle zu, denn als Mutter aller bürgerschaftlichen Bewegungen sei er zugleich auch Wächter, das Vertrauen zu erhalten.
Die Ausführungen des Oberbürgermeisters wurden allgemein mit großer Anerkennung bedacht und reicher Beifall war ihm sicher. Als kleines Geschenk erhielt er einen „Jahrgangswein“, nämlich aus dem Jahr 2009, als er erstmals ins Amt gewählt worden war: Eine Zeltinger Sonnenuhr Spätlese vom Weingut J.J. Prüm in Wehlen an der Mosel, ausgesucht vom Weinkenner Loos.                              E. O.