Ein entschleunigter Familienausflug

Drucken PDF
Weserberglandfahrt am 27. und 28. August 2019

„Beim Verlassen des Schiffes meinte einer der Begleiter, dies sei die letzte Fahrt gewesen: Grund Niedrigwasser, was deutlich auch für Laien zu erkennen war – der Strom Weser glich eher einem Rinnsaal.

Immerhin, die Talfahrt von Karlshafen nach Corvey hatte geklappt, unser Schiff die „Höxter“ hatte ja auch nur einen bescheidenen Tiefgang von gerade mal 60 Zentimetern. Womit einer der Höhepunkte unserer zweitägigen Weserbergland-Fahrt (27. und 28. August) gerettet war. Die laut Präsident Johannes Krause-Isermann nicht nur gelungen war, sondern Organisator Manfred Niehoff habe sich mal wieder selbst übertroffen. Der Präsident sprach von einem Sonntagsgefühl, und in der Tat, mehr Entschleunigung als auf diesem Familienausflug des Civilclubs geht nicht.

Für Hin- und Rückfahrt stellte Theos Reisen einen bequemen Bus, der von Volker Werner souverän gesteuert wurde, den man fast schon als Civilclub-Fahrer einstufen könnte, so oft hat er uns gefahren. Und – auch ihm hatten die Fahrt und die Gemeinschaft gut gefallen, wie er sich zum Schluss bedankte.

Die geruhsame Hinfahrt ging durchs weitläufige Münsterland nach Osten, bis zum ersten Halt bei der schönen Namensschwester Marienmünster, die ehemalige romanische Klosterkirche ist seit langem Pfarrkirche. „Wo eine Kirche ist, ist immer auch eine Kneipe“, begründete Manfred Niehoff den Halt. Richtig, aber das Restaurant war geschlossen. Als Ersatz für den Kaffee wurde vor der Weiterfahrt nach Fürstenberg ein Mirabellenbaum am Straßenrand geplündert.
Auf der Fahrt zur Weser war östlich der Köterberg unübersehbar, der Name kommt vom früheren Keutersberg, der während des Kalten Krieges eine enorme militärische Bedeutung hatte, die 1993 endete.