Grünkohl und Lieder zum Nikolausabend

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Nikolausabend  am 06. Dezember 2019

Die Civilisten hatten sich schon an die neue Location „Stapelskotten“ gewöhnt und nahmen wieder in großer Zahl (mit ca. 110 Personen) am traditionellen Nikolausabend teil.

Eine weihnachtliche Atmosphäre empfing uns, und wir versammelten uns wieder um den von Clubmitgliedern festlich geschmückten Weihnachtsbaum. Zur fröhlichen Begrüßung untereinander durften die Schnäpsken „rot–weiß“ nicht fehlen, und beschwingt steuerten wir auf die weihnachtlich geschmückten Tische zu. Eine feste Sitzordnung gab Orientierung! Das von Dr. Hubrich kunstvoll gestaltete Festprogramm steigerte die Erwartungen.

Unser Präsident Johannes Krause-Isermann eröffnete den Abend mit der Begrüßung der Clubmitglieder und ihrer Gäste und verlieh seiner Freude Ausdruck über die schöne Gestaltung des Festsaales und die große Anzahl der erschienenen Civilisten.
Musikalisch stimmten uns Martina Pahl (Querflöte) und Manfred Künnemann (E-Piano) festlich ein mit dem Vivace aus der Bach–Sonate A–Dur, BWV 1032. Anschließend lauschten die Civilisten dem adventlichen Gedicht „Die vier Kerzen“ von Elsbeth Bihler, die Frieden, Glaube, Liebe und Hoffnung symbolisieren sollten, vorgetragen von Rosemarie Nolle. Sodann sangen alle inbrünstig das Lied „Macht hoch die Tür“, musikalisch begleitet von unseren Künstlern.

In seiner Festrede erinnerte unser Präsident an den Heiligen Nikolaus, Bischof von Myra, und wies u. a. darauf hin, dass durch Spenden des Heiligen Nikolaus bewirkt wurde, dass ein Vater seine drei Töchter standesgemäß verheiraten konnte. Er erwähnte außerdem den sog. „Einlegebrauch“, womit das nächtliche Füllen der vor die Tür gestellten Schuhe mit Gaben gemeint sei. Schmunzelnd wies er darauf hin, dass dieser Brauch auch auf andere Bereiche zu übertragen sei!
Wir wurden noch einmal an viele alte Nikolausbräuche erinnert, die auch als „pädagogische Mittel“ verwandt wurden. Er betonte, dass sich dieses heute zum Glück geändert habe. Mit Blick auf die artigen Civilisten vermutete er, dass der Nikolaus nur Lob aussprechen werde!

Dann freuten wir uns auf das traditionelle westfälische Grünkohlessen. Das freundliche Team des Restaurants servierte uns den würzigen Grünkohl mit Kasseler, Würstchen und Bratkartoffeln, ein deftiger Genuss! Der Küche und dem aufmerksamen und freundlichen Team gebührt ein herzliches Dankeschön!

Anschließend verzauberte uns die Musik des jungen Mozart mit dem Allegro aus der Sonate V, C-Dur, KV 14. Passend dazu hörten wir das Gedicht „Advent“ von Rainer Maria Rilke und „Verse zum Advent“ von Theodor Fontane, eindrucksvoll vorgetragen von Dörthe Heveling. Mit einem fröhlichen „Nikolaus komm in unser Haus“ begrüßten wir dann erwartungsvoll den Nikolaus.

Würdig schritt unser Nikolaus herein (Lutz Albacht), schlug nach feierlicher  Begrüßung sein goldenes Buch auf und trug eine Vielzahl von Belobigungen vor. In seiner Laudatio ehrte er mehr als 30 verdiente Clubmitglieder, die zu einem lebhaften, vielgestaltigen Clubleben und zum Wohle unseres Vereins im abgelaufenen Jahr beigetragen hatten. Den Verdienten wurde als Dankeschön für ihren Einsatz je eine rote Rose überreicht. Alle Geehrten versammelten sich anschließend zum Erinnerungsfoto vor dem Weihnachtsbaum.

Danach spielten unsere Künstler das Allegro malinconoco aus der Sonate für Flöte und Klavier von F. Poulenc. Im Anschluss daran trug Renate Krause–Isermann die zum Nachdenken anregende Geschichte „Ein Weihnachts­engel“ von Walter Benjamin vor. Wir Civilisten stimmten dann ein in das Weihnachtslied „Alle Jahre wieder“.
Beim westfälischen Nachtischbuffet mit Herrencrème und roter Grütze konnten wir noch einmal so richtig schlemmen und den Abend kulinarisch ausklingen lassen.
Unsere Musiker setzten mit ihren Darbietungen von R. Arwyn arr. G. Woolf Guardian Angel (Anfonaf Angel) und F. Weatherley arr. G. Woolf Danny Boy einen wundervollen Schlussakkord. Dörthe Heveling erinnerte mit dem Gedicht „Weihnachten“ von Joseph von Eichendorff an alte Weihnachtstraditionen und „Markt und Straßen stehn verlassen“ wurde hier und da leise mitgeflüstert. Voller Freude sangen alle sodann inbrünstig „Tochter Zion“.

Der Abend klang aus mit den Schlussworten des Präsidenten und dem herzlichen Dank an die Organisatoren des Abends. Er bedankte sich ausdrücklich bei den Solisten Martina Pahl und Manfred Künnenmann für ihre musikalischen Darbietungen. Mit dem gemeinsam gesungenen „O du fröhliche“ endete ein gelungener, festlicher Nikolausabend, der uns auf die kommende Weihnachtszeit einstimmte.          Rosemarie Nolle