Warten auf das Wintermärchen

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Kulturcfé mit Frau Monika Leuer-Rose 28. Januar 2020

Ein Wintermärchen – ja wie denn, wo denn, wann denn? Also bleiben wir bei Heinrich Heine und winterlichen Erzählungen, die Monika Leuer-Rose am 23. Januar im Kulturcafé
vortrug.

Organisiert hatte diesen Termin Dr. Mariana Durt, die die Referentin mit sehr persönlichen Worten vorstellte, kein Wunder, die beiden sind befreundet. Und diese entgegnete: „Ich betrachte es als Geschenk, hier sprechen zu dürfen.“ Und da es draußen keinen Winter gibt, „habe ich den Winter hier auf Papier“.

Es war ein interessanter Exkurs in die Literaturgeschichte mit vielen unbekannten Namen, denn Leuer-Rose hat Germanistik studiert. Und ihre Stimme hat sie bei der Sprecherziehung geschult mit einem Examen als geprüfte Sprecherzieherin der Deutschen Gesellschaft für Sprecherziehung, legendär war früher in Münster der Dozent Peter Otten.

Die Referentin erinnerte an Goethe, der im Winter auf den Brocken gestiegen war, aber auch an die Winterreise. Und an den zugefrorenen Aasee in früheren Zeiten. Winterschlaf der Natur? Von wegen, unter der Erde wird das Frühlingsprogramm entworfen. Natürlich kam auch der lange Winter in den Alpen zur Sprache, mit verheerenden Lawinen, wenn die Bewohner abgeschnitten sind. Sie las aus einem Buch „Der lange Winter“ von Giovanni Orelli. Und es gibt auch einen winterlichen Todesfall: Robert Walser starb 1956 bei einer Schneewanderung.

Zwischendurch erinnerte die Referentin an einen berühmten Film, sie ließ die Mundharmonika erklingen, schade, das hätte sie häufiger tun können. Reicher Beifall beendete diesen lyrischen Nachmittag. E.O.