Franziskus-Stiftung
Der Vortrag von Dr. Nils Brüggemann mit dem Titel „Lösungsansätze der St. Franziskus-Stiftung für die Herausforderung des deutschen Krankenhausmarktes“ hätte auch heißen können: was läuft falsch im deutschen Gesundheitswesen und wie schafft es ein gut organisierter und modern aufgestellter Krankenhausträger dennoch, zu florieren, zu wachsen und solide Finanzen aufzuweisen. Eindrucksvoll hat der Vorstandsvorsitzende der St. Franziskus-Stiftung den anwesenden CC Mitgliedern und Gästen aufgezeigt, was für Probleme es auf vielen Feldern des heimischen Krankenhausmarktes gibt und zugleich erläutert, wie es der St. Franziskus Stiftung bisher gelungen ist, diese Klippen gut und sicher zu umschiffen. Der Münsteraner Nils Brüggemann selbst ist, nach Studi- um der BWL, Promotion und verschiedenen Tätigkeiten, u. a. bei einer Reihe von anerkannten Unternehmen im Bereich des Gesundheitswesens, seit 2013 Mitglied des Vorstandes und seit 2022 Vorstandsvorsitzender der St. Franziskus-Stiftung. Er erläuterte die, besonders für Krankenhausträger, volatilen politischen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen eindrücklich – ein Thema das in Kürze noch viel brisanter/aktueller werde. Zugleich beschrieb er mit interessanten Fakten, wie es die St. Franziskus-Stiftung bisher durch optimierte Strukturen, breite Aufstellung in allen wirtschaftlichen Bereichen rund um ein Krankenhaus herum und vor allem mit klugem vorausschauendem Personalmanagement gelungen ist, zu den Gewinnern und nicht zu den zahlreichen bedrängten Krankenhausträgern zu gehören.
Einer der markantesten Erfolgsfaktoren, so Brüggemann, ruht seit ganz langer Zeit in der Geschichte der Münsteraner Franziskanerinnen: Sie sagen und denken schon seit Jahrhunderten, dass man sich zuerst um den Menschen kümmern soll und nicht um Profit! Dieses Prinzip lässt sich in einem modernen Krankenhauskon- zern nicht verordnen – aber vorleben und in Strukturen anlegen. Der St. Franziskus-Konzern, der nach diesen Prinzipien auch noch im Jahr 2025 agiert, besteht mitt- lerweile, nach aktuellen Fusionen mit Düsseldorfer Part- nern, aus 18 Krankenhäusern und zahlreichen weiteren medizinisch sozialen Einrichtungen wie Seniorenhäu- sern. Daneben ist er in zahlreichen medizinischen und wirtschaftlichen Bereichen tätig. Er erwirtschaftet jetzt mit insgesamt gut 20.000 Mitarbeitern über 1,7 Mrd. € Umsatz. Neben den reinen medizinischen Einrichtungen, hat der Konzern gerade in den sog. sekundären (z. B Me- dikamenten Ein- und Verkauf, Distribution) und tertiären Bereichen (Catering/Facilitymanagement/Logistik) er- folgreich gewirtschaftet, um seinen Prinzipien im Medi- zinischen Bereich weiter Rechnung tragen zu können. Brüggemann erläuterte die Vorteile des Systems der St. Franziskus-Stiftung an Hand der wichtigsten Knackpunk- te im aktuellen Wandel des Gesundheitswesens. • Generell sind deutsche Krankenhäuser massiv unterfinanziert. Durch die oben genannten Faktoren gelingt es seinem Konzern dennoch aktuell positive wirtschaft- liche Ergebnisse zu erzielen und diese für Investitio- nen zu nutzen. • Ständig sich wandelnde politische Regulatorik und Bürokratie machen es kleineren Häusern fast unmöglich, immer auf dem Laufenden zu sein und zeitnah reagieren zu können.
Hier kann die St. Franziskus-Stiftung in ihren Häusern durch erfolgreichen Verbundarbeit Synergien schaffen und zeitnah reagieren. • Der wachsende Fachkräftemangel wird in Kürze zu einem der sicher am schwierigsten zu beeinflussen- her durch optimierte Strukturen, breite Aufstellung in al- len wirtschaftlichen Bereichen rund um ein Krankenhaus herum und vor allem mit klugem vorausschauendem Personalmanagement gelungen ist, zu den Gewinnern und nicht zu den zahlreichen bedrängten Krankenhaus- trägern zu gehören. Einer der markantesten Erfolgsfaktoren, so Brüggemann, ruht seit ganz langer Zeit in der Geschichte der Münsteraner Franziskanerinnen: Sie sagen und denken schon seit Jahrhunderten, dass man sich zuerst um den Menschen kümmern soll und nicht um Profit! Dieses Prinzip lässt sich in einem modernen Krankenhauskon- zern nicht verordnen – aber vorleben und in Strukturen anlegen. Der St. Franziskus-Konzern, der nach diesen Prinzipien auch noch im Jahr 2025 agiert, besteht mitt- lerweile, nach aktuellen Fusionen mit Düsseldorfer Partnern, aus 18 Krankenhäusern und zahlreichen weiteren medizinisch sozialen Einrichtungen wie Seniorenhäu- sern. Daneben ist er in zahlreichen medizinischen und wirtschaftlichen Bereichen tätig. Er erwirtschaftet jetzt mit insgesamt gut 20.000 Mitarbeitern über 1,7 Mrd. € Umsatz. Neben den reinen medizinischen Einrichtungen, hat der Konzern gerade in den sog. sekundären (z. B Medikamenten Ein- und Verkauf, Distribution) und tertiären Bereichen (Catering/Facilitymanagement/Logistik) erfolgreich gewirtschaftet, um seinen Prinzipien im Medizinischen Bereich weiter Rechnung tragen zu können. Brüggemann erläuterte die Vorteile des Systems der St. Franziskus-Stiftung an Hand der wichtigsten Knackpunkte im aktuellen Wandel des Gesundheitswesens.
• Generell sind deutsche Krankenhäuser massiv unterfinanziert. Durch die oben genannten Faktoren gelingt es seinem Konzern dennoch aktuell positive wirtschaftliche Ergebnisse zu erzielen und diese für Investitionen zu nutzen. • Ständig sich wandelnde politische Regulatorik und Bürokratie machen es kleineren Häusern fast unmöglich, immer auf dem Laufenden zu sein und zeitnah reagieren zu können. Hier kann die St. Franziskus-Stiftung in ihren Häusern durch erfolgreichen Verbundarbeit Synergien schaffen und zeitnah reagieren.
• Generell sind deutsche Krankenhäuser massiv unterfinanziert. Durch die oben genannten Faktoren gelingt es seinem Konzern dennoch aktuell positive wirtschaftliche Ergebnisse zu erzielen und diese für Investitionen zu nutzen.
• Ständig sich wandelnde politische Regulatorik und Bürokratie machen es kleineren Häusern fast unmöglich, immer auf dem Laufenden zu sein und zeitnah reagie- ren zu können. Hier kann die St. Franziskus-Stiftung in ihren Häusern durch erfolgreichen Verbundarbeit Syn- ergien schaffen und zeitnah reagieren.
• Der wachsende Fachkräftemangel wird in Kürze zu einem der sicher am schwierigsten zu beeinflussen- de Faktor sein. Hier arbeitet die St. Franziskus-Stiftung weit vorausschauend, bildet selbst aus und geht bei der Integration von Mitarbeitern mit Migrationshinter- grund neue und bahnbrechende und damit vor allem erfolgreiche Wege.
• Last but not least nannte Brüggemann das weite Feld der Digitalisierung in allen Bereichen des medizinischen Versorgungswesens als besonders wichtig, weil diese Zeit, Geld und personelle Ressourcen sparen könnten und dafür sorgen kann, dass Fachpersonal sich um die Patienten (Franziskusprinzip) und nicht um überbordende bürokratische Dokumentations- monster kümmern muss. Er nannte hier abschrecken- de Beispiele, die sein „Lieblingsgesundheitsminister“ Lauterbach eingeführt hat. Auch die medizinische Ver- sorgung in der Fläche kann intensiv von KI profitieren. Brüggemann erläuterte an markanten Beispielen, wie es der Konzern schafft, mit der Zeit zu gehen, ja geradezu Vorreiter in vielen Prozessen zu sein, sich nicht auf einen reinen Wirtschaftsbetrieb reduzieren lässt, sondern im Sinne des Menschenbildes der Franziskanerinnen für die ihm anvertrauten Menschen wirkt. In der angeregten Fragerunde stand Brüggemann den Anwesenden klar und voller Humor Rede und Antwort zu seinem wirklich interessanten Wis- sens- und Geschäftsgebiet. Dabei blieb er auch zu schwierigen Fragen wie der lokalen medizinischen Versorgung, der staatlichen und kirchlichen Aufsichtsregelung in und au- ßerhalb des Konzerns und personalpolitischen Anregungen nichts schuldig. Besonderes der Vergleich zu medizinischen Versorgungsstruk- turen in anderen Ländern war ein interessanter Diskussionspunkt. Diskussionspunkt. Abschließend war er der Meinung, dass das Gesundheitswesen und gerade die Kranken- hausträger, aber auch die Gesundheitspolitik, die Bürger und vor allem die Patienten sich in den nächsten Jahren größten Herausforde- rungen stellen müssen! Er betonte aber auch, dass der St. Franziskus Verbund diese Heraus- forderungen mit seinen modernen Strukturen und seiner Größe sicher gut bewältigen könne. Ein ebenso beeindruckender wie nachdenk- lich machender Vortrag aus besonders berufe- nem Munde. Selbst nach Dank und Abschluss von Vortrag und Fragerunde wurde weiter heftig weiter diskutiert, wie Präsidentin Michaela Heuer in ihrem Dank zusammenfasste.