Kulturcafé im Sommer

So wie sich das Clubleben – pandemiebedingt – viel ins Freie (Radeltouren, Boule Spiel, Spazier- gänge) verlagert hat, ist auch das Kulturcafé „mal ganz anders“ auf der Terrasse des Zwei Löwen Klubs ein fester Bestandteil unserer Aktivitäten im Club geworden. Am 20. Juli und am 18. August trafen wir uns wieder bei Kaffee und Kuchen. Civi- listinnen und Civilisten sowie willkommene Gäste genossen das Wiedersehen und die munteren Ge- spräche in frischer Luft. Im vorigen Jahr war der Vorzug ständiger starker Sonnenbestrahlung noch mit dem Nachteil des nicht ganz ausreichenden Schutzes durch Sonnenschirme verbunden. Am 18. 08. konnten wir, trotz vager Befürchtungen, zum Glück dem Re- gen entgehen, so dass nicht einmal die nun reichlich vorhandenen Sonnenschirme aufgespannt werden mussten. Leider war das Wetter grau und ziemlich frisch. Zum Gelingen des Treffens im August trug der freie Vortrag des Gedichtes von Mascha Kaleko durch unsere Mitorganisatorin Dr. Mariana Durt bei. Der Beifall zeigte, dass Mariana die Stimmung der Teilnehmer voll getroffen hatte. Sozusagen grundlos vergnügt Ich freu mich, dass am Himmel Wolken ziehen und dass es regnet, hagelt, friert und schneit. Ich freu mich auch zur grünen Jahreszeit, wenn Heckenrosen und Holunder blühen. Dass Amseln flöten und dass Immen summen, dass Mücken stechen und dass Brummer brummen. Dass rote Luftballons in Blaue steigen, dass Spatzen schwatzen. Und dass Fische schweigen. Ich freu mich, dass der Mond am Himmel steht und dass die Sonne täglich neu aufgeht. (...) Mascha Kaléko (1907-1975) Anmerkung: Das vollständige Gedicht wurde bereits im Juli 2020 im Kurier abgedruckt Eckard Andersson