Museum Barberini Potsdam

Wie beim ersten Mal am 31. März (Bericht im Kurier Mai 2021) genossen wir am 5. August den Vorzug der Online Video Führung der ausgewiesenen Kunsthistorikerin Dr. Ira Opper- mann durch die Ausstellung „Impressionismus, Sammlung Hasso Plattner“. Viele Mitglieder des Civilclubs, die beim ersten Mal nicht mehr berücksichtigt werden konnten und auf der „Warteliste“ standen, hatten sich zugeschaltet. Einige waren zum zweiten Mal dabei. Da Dr. Ira Oppermann ihre zweite Führung für uns leicht abgewandelt hatte, konnten auch diesmal weitere Erkenntnisse über diese einzigartige Sammlung des Kunstförderers Plattner aufge- nommen werden. Das Online-Angebot des Museums Barberini (www.museum-barberini.de) ist vielfältig und wegweisend. Es wurde ebenfalls vom Gründer und Förderer des Barberini Hasso Plattner, der mit der Universität Potsdam und dem nach ihm benannten Institut die Digital Enginee- ring Fakultät gegründet hat, in die Wege geleitet. Über 32 000 Teilnehmer, genauso viel wie sonst bei geführten Touren im Museum Barberini gezählt wurden, haben ab September 2021 am Online-Angebot des Museums Barberini in Potsdam teilgenommen. „Somit hat die Pandemie trotz langer Schließungen eine Entwicklungsschub bewirkt“, so die Leiterin des Barberini Ortrud Westheider, die früher im LWL Museum für Kunst und Kulturgeschichte tätig war. Eine virtuelle Reise mit Albrecht Dürer Am 16. September waren CC-Mitglieder – bei einer digitalen ZOOM-Führung – virtuell eineinhalb Stunden unterwegs quasi als Reisebegleiter Albrecht Dürers auf seiner Reise ins Rheinland (Köln und Aachen) und in die damaligen Nieder- lande (Brüssel, Gent, Antwerpen, Rotterdam usw.) vor rund 500 Jahren (1520/1521). Die großartige Ausstellung "Dürer war hier – Eine Reise wird Legende" im Suermondt-Ludwig- Museum in Aachen mit Leihgaben aus den berühmtesten Museen der Welt (British Museum, Louvre, Albertina, Uffizien etc.) ist nicht nur eine Werkschau Dürers samt Zeitgenossen und Nachfolgern, sondern Originalblätter seines Reisejour- nals sowie weitere Dokumente komplettieren die Schau zu einem kunst-, kultur- und gesellschaftshistorischen Gesamt- bild der Reise eines selbstbewussten "Künstlerfürsten" der Renaissance, bei dem ökonomische Cleverness und huma- nistisches Interesse eng mit seinem künstlerischen Talent verbunden waren. Eckard Andersson