Picasso-Museum

Ausstellung "Rendez-vous der Freunde" im Picasso-Museum Zwölf Mitglieder des Civilclubs genossen am 14. Dezember letzten Jahres das in diesen Zeiten kaum zu unterschätzende Privileg, in den fast menschenleeren Ausstellungsräumen des Picasso-Museums in aller Ruhe Gemälde, Zeichnungen und grafische Arbeiten, die vor rund 100 Jahren vier befreundete französische Maler – Charles Camoin, Albert Marquet, Henri Manguin und Henri Matisse – geschaffen haben, zu betrachten und von einem sehr kundigen Museumsführer erklärt zu bekommen. Dem Führer gelang es sehr gut, die Gemeinsamkeiten der vier Künstler dazustellen und die Unterschiede in ihrer stilistischen Entwicklung herauszuarbeiten. Sie waren ja alle Schüler des berühmten Malers Gustave Moreau, sie hatten alle nach dem Impressionismus eine fauvistische Stilperiode, bevor sie andere, eigene Richtungen einschlugen, aber sich immer noch gegenseitig beeinflussten, was wir bei genauer Betrachtung einzelner Werkgruppen nachvollziehen konnten. Rückgrat und Initialzündung der Ausstellung war natürlich der hauseigene Matisse-Bestand; so konnten wir das schon bekannte Jazz-Buch von Matisse noch einmal unter anderen Gesichtspunkten studieren. Aber durch zahlreiche Leihgaben kommen auch die drei unbekannteren Freunde zu ihrem Recht. Manfred Niehoff